Kategorie: Our life in Nova Scotia

Winterferien in Kanada

Winterferien in Kanada

Unsere ersten Winterferien in Kanada: Schnee, Eiszapfen, warmes Kaminfeuer, Santa Claus und ein ruhiges Silvesterfest – so haben wir uns das vorgestellt. Fast alles davon ist auch genauso eingetroffen, nicht immer dann, wann wir uns Winter gewünscht hatten war auch Schnee da, aber im Großen und Ganzen können wir nicht jammern.

Reaching the summit, Green Bay, Kanada

Silvester in Kanada

Unser Weihnachtsfest war sehr entspannt dieses Jahr, und Silvester in Kanada war sehr ruhig. Ja, richtig still! Keine Geknalle, keine Böller, kein Feuerwerk. Das war für uns eine willkommene Abwechslung, da das auch nicht so unbedingt unsere Welt ist. Stattdessen haben wir den Fernseher angemacht, und die Christmas Retro Hits aufgedreht. Nun wurde getanzt und gelacht! Leider hatten wir vorher Raclette geschmaust, und mit Käse im Bauch tanzt es sich doch etwas weniger leichtfüßig… Kurz nach 12 fielen wir alle selig ins Bett. In Ermangelung der traditionellen „Berliner“ gab es die kleinen „Timbits“ mit Himbeerfüllung und Schokolade. Auch lecker.

Happy New Year!

Neujahrsspaziergang in Kanada

Nach diesem ruhigen Silvester in Kanada waren wir im nächsten Jahr (haha) topfit und konnten unser Wellness-Programm beginnen. Neben den fantastischen Aktivitäten für Kinder in Lunenburg, die wir bereits vorgestellt haben gibt es natürlich noch viele andere Möglichkeiten, sich zu erholen. Wir entschieden uns für einen Strandbesuch in der Wintersonne zwecks Vitamin D-Gewinnung, Lungendurchpusten und Kopffreikriegen. Für Nova Scotia sollte man ein ärztliches Rezept bekommen, da wir seit unserer Auswanderung viel freier durchatmen können. Die Luft tut unseren Großstadtlungen sehr gut, und der niedrige Stresslevel wirkt sich langsam positiv auf unser seelisches und körperliches Wohlbefinden aus. Die Kinder toben auch bei Minusgraden auf den blauen Felsen an dem berühmten Risser’s Beach und dem Green Bay Beach bei Petite Rivière (genau, dort war auch der festliche Weihnachtsmarkt!). Wie schön, so dicht am Meer wohnen zu können!

Toben auf den Felsen, Green Bay Beach
Wintersonne, Risser’s Beach

Wie habt Ihr Euer Silvester verlebt? Haben die Kids durchgehalten? Habt Ihr Euch ein Feuerwerk angeguckt?

Wie auch immer Ihr reingerutscht seid, wir wünschen Euch ein wunderbares und vor allem gesundes Jahr 2019! Vielleicht auf bald in Kanada?!?

Tannenbaum schlagen in Kanada

Tannenbaum schlagen in Kanada

Tannenbaum schlagen ist in Kanada, zumindest in den ländlicheren Gebieten, ein ganz besonderes Ereignis. Wir fuhren mit Freunden in die Wildnis von Lunenburg County, um unseren „U-Pick“-Tannenbaum zu holen. Da wir nicht genau wussten, wo wir hin mussten, sind wir den Freunden einfach gefolgt, und so hatten wir von Beginn an ein wahrhaft verzauberndes Labyrinth-Erlebnis. Where are we going?!? Am Ende fuhren wir durch einen kleinen Waldweg, an dessen Bäume Christbaumkugeln und die berühmten „Candy Canes“ (Zuckerstangen) angehängt wurden, damit wir den Weg auch finden. Wer denkt da nicht an das Märchen von Hänsel und Gretel? Die Kinder wurden jedenfalls immer aufgeregter.

Die Tannenbäume in der Candy Cane Lane

Endlich erreichten wir den Eingang des Tannenbaumwäldchens, wo wir uns einen Weihnachtsbaum aussuchen wollten. Wir wurden instruiert, wie das Tannenbaumschlagen nun abläuft:

Tannenbaum schlagen: „U-Pick“- Ablauf

  • Auto parken, Kennzeichen für den Baum abholen (mit unserem Autokennzeichen, damit der Baum später zu unserem Auto gebracht werden kann)
  • Säge und Messlanze abholen
  • ab in den Wald und Tannenbaum aussuchen
  • Tannenbaum mithilfe der Messlanze messen (wegen des Preises)
  • Tannenbaum absägen
  • Tannenbaum an den Rand des Weges schleifen (hört sich das gerade wie das Beseitigen einer Leiche an?)
  • der Candy Cane Lane folgen bis zum Lagerfeuer, wo es auch heißen Apfelsaft, heiße Schokolade und Plätzchen gibt (und hoffentlich keine böse Hexe…)
  • am Lagerfeuer aufwärmen und genießen
  • mit dem Fuhrwerk zurück zum Eingang gefahren werden
  • Tannenbaum ins Auto laden (er wurde von Mitarbeitern zu unserem Auto gebracht)
  • Bezahlen und Abfahrt
Welcher Tannenbaum soll es sein? Vom Felsen aus hat man die beste Aussicht! 😉
Die Würfel sind gefallen: Dieser Tannenbaum wird gefällt, und die Jungs gucken ganz genau zu.
Um zum Lagerfeuer zu gelangen, nimmt mancher auch ein geschmücktes Auto. 😉
Tannenbaum schlagen – Lagerfeuer im Winterwald. Keine Hexe weit und breit, nur freundliche Menschen und heiße Getränke. Herz, was willst Du mehr!
Leider lag an diesem Wintertag mal kein Schnee, aber der kleine Teich war noch etwas zugefroren
Nach dem Tannenbaumaufstellen müssen erstmal die Nadeln weggesaugt werden, findet dieser Weihnachtswichtel
Normalerweise mögen wir keine bunten Lichterketten, aber dieses Jahr haben wir unsere Kinder entscheiden lassen…

Das war also unser 3. Adventswochenende im „U-Pick-Wald“ von Kevin Veignotte in Lunenburg County. Wir finden unseren Tannenbaum wunderschön und empfanden das ganze Tannenbaumschlagen mit Candy Cane Lane und Lagerfeuer als sehr gelungenes Familienevent!

Habt Ihr ähnliche Erlebnisse beim Tannenbaumaussuchen?

Wir merken schon, dass der kanadische Geschmack in Bezug auf Tannenbaumschmuck etwas von der norddeutschen Zurückhaltung abweicht. Wir sehen vor allem sehr große Tannenbäume, die reichlich mit Gold und großen, bunten Ornamenten geschmückt sind. Wir haben unsere Kinder entscheiden lassen, und nun haben wir zum ersten Mal in unserem Leben eine bunte Lichterkette. Morgen kommt Oma aus Deutschland, was die wohl dazu sagt?

Bevorzugt Ihr weiße Lichterketten oder farbige? Mögt Ihr den Tannenbaum lieber traditionell geschmückt oder probiert Ihr öfter mal den neusten „Weihnachtsdekorations“-Schrei? Hinterlasst Eure Meinung in dem Kommentarbereich!

Dieser Beitrag kann unter Umständen Werbung enthalten, für die wir aber keinerlei Entschädigungen bekommen. Wir berichten unabhängig von unserem Erlebnistag.

Weihnachtstress: Slow down!

Weihnachtstress: Slow down!

Mach doch mal langsam! Leichter gesagt, als getan! Wir wollen doch noch so viel erledigen vor Weihnachten!! Schnell, ja schnell! den Tannenbaum kaufen, aufstellen (ohne dass er nachts wieder umkippt, ne?), schmücken – oh mannomann wo sind eigentlich die Christbaumkugeln? Plätzchen backen, mit den Kollegen auf den Weihnachtsmarkt und schnell noch nebenbei die Versicherung ändern, denn das geht nur noch bis zum 31.12.!!! Das Geschenk für die Lehrerin (Spaß), den Hausmeister, die Nachbarin muss auch noch gekauft werden, aber selbstgemacht ist doch viel schöner… Schnell schnell eine Nachtschicht, und morgen fix zur Post, damit alles noch rechtzeitig ankommt … Ein Gehetze, ein Gedränge, und der Magen knurrt und murrt, weil der ganze Stress und die Weihnachtsleckereien auf die Gedärme drücken.

Kinder und Schule in der Weihnachtszeit

Zugegeben, ich bin grad auch nicht besser! Zwei Weihnachtskonzerte in einer Woche, heulige Kinder statt heilige Nacht, und dann kommt noch die Liste mit den Motto-Tagen aus der Schule. In der letzten Schulwoche vor Weihnachten passiert wohl nicht mehr so viel in Kanada, sagt man mir. In Deutschland haben wir natürlich bis zur letzten Minute brav qualitativ hochwertigen Unterricht gemacht (wir haben schließlich keine Zeit!), und wenn Kinder am letzten Schultag vor den Ferien fehlen, dann ruft schon mal der Direx zuhause an. Hier fahren manche Familien quer durch Kanada, um mit der Familie in Alberta oder Manitoba Weihnachten zu feiern. Dafür hat hier jeder Verständnis. Manche fahren vielleicht auch nach Florida, um zu entspannen. Auch gut. Wir werden daran erinnert, die Kinder bitte rechtzeitig abzumelden, falls sie nun nicht mehr kommen. Wollen sie aber gern, denn jetzt kommt ja der Weihnachtsspaß! Der Busfahrer überbringt uns die frohe Botschaft, dass wir morgens 10 Minuten länger schlafen können, weil er einen Teil der Route nicht mehr anfahren muss. Hurra! Die Klassen werden immer kleiner, und die Kinder bringen eine Motto-Liste mit. Nächste Woche ist jeden Tag ein anderes Motto, um sich zu verkleiden. Am Montag dürfen alle im Pyjama kommen, am Dienstag ist „Ugly Christmas Sweater“-Tag, usw und so fort. What? Wir haben keine flauschig-coolen Pyjamas, und wo gibt es die Ugly Christmas Sweater?

ugly Christmas pyjama
Skiing Reindeer pyjama

Weihnachtsvorbereitung in Kanada 

Mein (Weihnachts-)Mann wird in die nächste Mall gezerrt, die ausnahmsweise mal so richtig voll ist (also nicht so wie an einem normalen Wochentag in Hamburg, aber fast) und dann wird geshoppt. Der (Weihnachts-)Mann jammert ein bißchen, als der Stapel Weihnachtsklamotten auf seinem Arm immer höher wird, aber sein Gewimmer geht im allgemeinen Gemurmel und der Weihnachtsdudelei unter. Am Ende besitzen wir nun alle Weihnachtspyjamas aus Flannel, Ugly Christmas Sweaters, und die Kinder haben für den Motto-Mittwoch an der Schule jeweils eine Weihnachtsmann-Mütze bekommen. Puh, das ging ja gerade nochmal gut. Die Party kann steigen. 

Have yourself an Ugly Christmas Sweater

Der (Weihnachts-)Mann hat nun Hunger, so höre ich es dumpf aus dem Klamottenstapel. Apropos, wir haben noch keinen Truthahn!! Schnell schnell zur Farm und einen Truthahn (free range, versteht sich) kaufen. Bevor es vielleicht keinen mehr gibt! Da wir immer noch keinen Tannenbaum gekauft haben – Kinder und Mann haben letztes Wochenende gestreikt und wollten unbedingt gemütlich zuhause bleiben und Tannenbaumanhänger anmalen, ts – träume ich nachts davon, dass wir am 24.12. endlich losgehen und nur noch der kreischig pinke Tannenbaum von Crabby-T zu kaufen ist… Schweißgebadet wache ich auf. Schnell schnell, weiter gehts…

Kommt Weihnachtszeit, kommt Rat

Pünktlich zur Weihnachtszeit kommen sie wieder, die Ratgeber. Denn nach Weihnachten kommt die Reue, viel zu dick sind wir, und viel zu faul. „Wie Du Dein Leben auf die Reihe kriegst, in nur 14 Tagen!“, lauten die Buchtitel. Oder: „Endlich den Weihnachtsspeck loswerden!“. Früher hat man sich Weihnachten den Bauch vollgeschlagen, um den richtig kalten Winter im Januar und Februar zu überleben. Heute müssen wir schnell schnell wieder zurück zur Bikinifigur, in nur 5 Tagen. Darf ich Dir einen Rat geben? Lot mi to Freden! (Lass mich in Frieden!)

Gute Vorsätze Ratgeber Stress slow down
Eisblumen im Sonnenaufgang

Langsam für ein Leben lang

Wir leben in unserem Traumland Kanada, das gerade jetzt wieder wie die Kulisse eines Wintermärchens wirkt. Schnell schnell gibt es hier eigentlich gar nix, und genau das wirkte bislang wie ein Segen auf uns alle. Irgendwie hat es mich dann aber doch wieder gepackt, die Eile, das schlechte Gewissen, das schnell schnell. Vor Wochen hab ich mich um eine Lehrerlaubnis für die Tätigkeit einer Vertretungslehrerin bemüht, die deutschen Behörden waren superschnell und hilfsbereit. Die Übersetzer der Dokumente waren schnell (und sehr teuer). Die kanadischen Behörden sind sehr freundlich, und so wurde mir gestern am Telefon fröhlich mitgeteilt, dass meine Unterlagen in den letzten sechs Wochen noch nicht einmal angeguckt werden konnten. Wie bitte? Vor Weihnachten passiert jetzt erstmal nix mehr. Ob ich wohl noch Kurse machen muss, um das Zertifikat zu erhalten? Das werde ich wohl erst 2019 erfahren, irgendwann. Denn da ist es plötzlich wieder, das SLOW DOWN. Abrupt hält für uns das Weihnachtskarussel an, alles dreht sich nun in meinem Kopf. Ich merke, dass ich nur schwer von dem schnell schnell weg komme. Mir wird flau in der Magengrube, und am liebsten möchte ich schreien. Jemand sagt mir, dass diese Dinge eben Zeit brauchen, aber dann gelten sie ein Leben lang. Ein Leben lang. Puh, durchatmen, Weihnachtsmütze aufsetzen und mit dem (Weihnachts-)Mann im Ugly Christmas Sweater kuscheln. Und das gern ein Leben lang.

Wir wünschen Euch einen fröhlichen 3. Advent! Wie erlebt Ihr die Vorweihnachtszeit? Seid Ihr am Hetzen oder geht Ihr es ruhig an? Habt Ihr Ideen für einen Ratgeber, der unbedingt geschrieben werden sollte? 

Our life in Nova Scotia: Wintertag!

Our life in Nova Scotia: Wintertag!

Der Winter mit dem Schnee ist da! Vor ein paar Tagen noch drüber gesprochen und schon hat es geschneit! Hurra! Die Kinder sind glücklich und haben gleich einen Schneemann gebaut. Die Schule fiel aus, weil starke Glätte und Sturm befürchtet wurden, und so machten wir uns mit Nachbarn einen gemütlichen Bullerbü-Tag. Es gab Kaffee, Tee, Spaghetti in Großküchenmengen, veganes Dessert, das sogar meinem Mann sehr gemundet hat und nette Gespräche. Den Kinderzimmern sieht man an, dass fleißig gespielt wurde. 😉 Nun ist der schöne Snowday schon fast vorbei, es wird dunkel und es fängt leider an zu nieseln. Der Schnee wird wohl nicht bleiben und der Schneemann sieht auch schon etwas mitgenommen aus, aber das warme Gefühl im Bauch kommt sicherlich nicht nur von den ganzen Leckereien und wird uns bestimmt noch lange begleiten. Welch wohlig-weißer Wintertag. (Cheesy, ich weiß, aber immerhin ist bald Weihnachten, da darf man auch mal ein wenig rührselig sein, oder?)

Hier ein paar Fotos von unserm Winteranfang in Nova Scotia:

Schneehäubchen

Winter in Lunenburg, Nova Scotia

Our first Canadian Snowman

Achtung, Achtung: RV Lighthouse

Achtung, Achtung: RV Lighthouse

Liebe Virtual Language Lighthouse Freunde,

manche haben schon bemerkt, dass unser Leuchtturm Räder bekommen hat und nun flott in Nova Scotia, Kanada, als RV Lighthouse unterwegs ist. Sowas!

Guckt doch mal vorbei: Die neue Webseite ist online! https://www.rvlighthouse.ca

Indian Summer in Nova Scotia

Wir finden, dass sich mittlerweile einiges an Beiträgen auf unserer Webseite tummelt, aber für die Wohnwagen-/Reisefans ist es doch etwas unübersichtlich geworden, unsere Reisetipps zu finden. Außerdem haben wir noch eine tolle Reise durch eine andere kanadische Provinz in der Schreibfeder, über die wir berichten möchten. Welche Provinz haben wir noch besucht, außer Nova Scotia – wer weiß es? (Sorry, ich bin Lehrerin auf Unterrichtsentzug!)

Rissers Beach Provincial Park

Da wir weitere Reisen mit RV/Trailer konkret planen und Euch daran teilhaben lassen möchten – wenn Ihr Lust habt – finden wir, dass die Zeit für eine eigene Wohnmobiltour-Seite gekommen ist. Yeah!! Wir hoffen, dass so jede/r auf seine Kosten kommt! In den nächsten Wochen werden wir also mal richtig aufräumen auf dieser Seite. Ein Kuddelmuddel is das hier, meine Güte!

Hier im Virtual Language Lighthouse berichten wir nach wie vor von unserer Auswanderung nach Kanada (möglicherweise bald AUCH auf Englisch, da wir viele internationale Anfragen bekommen) und unserem Leben hier in Nova Scotia. Manchmal wird dieses eben auch im Wohnmobil oder Wohnwagen stattfinden. (Spätestens Ende Mai endet unser Winterrental in Lunenburg…!)

Nun wisst Ihr Bescheid, liebe Lighthouse-Freunde, und wir hoffen, dass wir Euch weiterhin auf unseren Seiten mit unseren Beiträgen erfreuen dürfen. Vielen Dank an alle lieben LeserInnen, die uns auch in der internetarmen Zeit zu Beginn in Kanada die Treue gehalten haben! Wir freuen uns riesig über Eure Kommentare, es ist so schön für uns, mit Euch in den Kontakt zu treten. Danke!! Thank you! Merci!

LaHave River in Fall

Mein Mann studiert gerade wieder Wohnmobil- und Wohnwagenangebote während ich hier schreibe.

Was findet Ihr denn eigentlich besser: Wohnwagen oder Wohnmobil?

Umzug nach Kanada

Der große Tag29. Juli 2018
Goodbye Hamburg!
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