Kategorie: Wohnmobiltrip durch Nova Scotia und Prince Edward Island

Wohnmobiltour durch Nova Scotia: Von Peggy’s Cove nach Lunenburg

Wohnmobiltour durch Nova Scotia: Von Peggy’s Cove nach Lunenburg

Wohnmobiltour durch Nova Scotia – South Shore: Von Peggy’s Cove nach Lunenburg

Foggy Peggy's Cove
Peggy’s Cove im Nebel

Am 2. Tag unserer Wohnmobiltour durch Nova Scotia fuhren wir entlang der wunderschönen South Shore vom legendären Peggy’s Cove nach Lunenburg. Ja, Ihr habt richtig gelesen und wir haben uns nicht verschrieben! Lunenburg und Lüneburg sind zwei verschiedene Orte. 😉

Kaum angekommen, schon gefangen in „Haven’s“ berühmten Nebel!

Nach einer eher kurzen ersten Nacht im Wohnmobil waren wir alle recht früh wach. Das gab uns die Möglichkeit, einmal in Ruhe den Campingplatz von Peggy’s Cove zu erforschen. Aber da war er wieder, dieser unglaubliche Nebel! Wie eine Glocke legte er sich über die Umgebung und umgab alles mit einer seltsamen Ruhe. Da wir abends auch im Nebel angekommen waren konnten wir nur mutmaßen, wie groß der Campingplatz war und es war immer wieder merkwürdig und lustig, wenn quasi aus dem Nichts andere Campingplatzbesucher auftauchten. Wir fühlten uns ein wenig wie in der Sci-Fi Serie „Haven“, wo sich ja auch ständig seltsame Dinge zutragen. In einigen Folgen ist die fiktive Stadt „Haven“ von einem ominösen Nebel von der Außenwelt abgeschlossen, und genau so sah es nun an unserem ersten Morgen auf dem Campingplatz in Peggy’s Cove in Nova Scotia aus. Waren wir etwa schon mitten drin in den „Unruhen“? Ahhhhhh!

Fog South Shore Nova Scotia
Nebel an der South Shore Nova Scotias

Nach einem kurzen Spaziergang zum Wasser und dem kleinen Spielplatz gab es erst einmal ein leckeres Frühstück. Wir aßen Bagels mit Frischkäse und Marmelade und tranken erstmal einen leckeren Kaffee. Danach machten wir uns in Ruhe fertig, WoMo abklemmen, Abwassertank leeren und auf ging es ins nahegelegene Peggy’s Cove. Es bestätigte sich die Weisheit, wer früh kommt, hat mehr davon. Wohl dem, der kleine Kinder hat und früh aus der Koje geworfen wird.

Mit dem Wohnmobil zu Peggy’S Cove Lighthouse

Viel ist über diesen magischen Ort, das Wahrzeichen – der Leuchtturm von Peggy’s Cove – schlechthin von Nova Scotia geschrieben worden, aber man muss es selbst erlebt haben, um es in seiner ganzen Wirkung und Schönheit zu erfahren. Über kleine verwunschene Straßen kamen wir auf dem Parkplatz an. Und da stand er. Rot-Weiß, auf den Felsen über dem Meer.

Peggy’s Cove Lighthouse@virtual-language-lighthouse

Absolut ruhige See und der mittlerweile bekannte Nebel gaben dem Ganzen noch etwas zusätzlich Mystisches. Nahezu noch allein konnten wir dieses Naturschauspiel voll und ganz auf uns wirken lassen. Selbstverständlich kletterte unser Großer gleich erstmal über die Felsen, gefolgt von dem Kleinen, wobei es für ihn noch sehr mühevoll war. Ausgelassen liefen nun alle zum Leuchtturm, um ihn einmal anzufassen und natürlich auch die obligatorischen Fotos zu machen. Nur eines trübte etwas die Stimmung. Das Postoffice hatte leider nicht auf, sodass wir keine Karten nach Deutschland schicken konnten. Egal, ein kleiner Besuch im Souvenirshop entschädigte uns und nach ca. 2 Stunden machten wir uns wieder auf den Weg. Weiter in Richtung Lunenburg.

Das “Grey Gull”

Glücklich und zufrieden machten wir uns nach einem kleinen Snack auf den Weg. Die Straße, die legendäre Lighthouse Route, schlängelte sich wunderbar am Meer vorbei, immer wieder gab es kleine Buchten, einsame Strände und tolle Ausblicke zu sehen. Wir fanden es wirklich sehr praktisch, dass an den Buchten eigentlich immer auch ein Parkplatz oder Viewpoints vorzufinden waren, wo wir ganz bequem mit unserem großen Wohnmobil parken konnten. Und wer im Sommer schon mal an den deutschen Küsten unterwegs war, den wird erfreuen, dass die Strände kaum besucht und die Parkplätze umsonst waren… Ein Träumchen! Hinter dem Ort Hubbards ging es dann weiter am Meer entlang. Und endlich, endlich waren wir da.

Da stand es. Das Haus, mit dem alles angefangen hat.

DAS GREY GULL – HAVEN’S BEST RESTAURANT AND BAR

Wir hatten es tatsächlich gefunden. Als eingefleischte Havenities (Fans der Serie „Haven“) wurde für uns ein Traum war. Dieser unglaubliche Ort, diese fantastische Lage direkt am Meer. Man konnte förmlich spüren, wie die „Unruhen“ auch hier ihr Unwesen trieben. Gebannt standen wir eine gefühlte Ewigkeit da und ließen es einfach auf uns wirken. Wie die Protagonisten der Serie hier einen Teil ihres „täglichen Lebens“ verbrachten. Und zu unserer Verwunderung war es tatsächlich zu verkaufen. Schon begannen wir zu träumen, wie es wohl wäre auf dem Deck zu sitzen und auf das Meer zu blicken. Morgens mit einer Tasse Kaffee in der Hand den Tag entspannt zu starten. Bei einem weiteren Besuch im Oktober 2017 durften wir sogar in unser Traumhaus rein, aber dazu mehr in einem anderen Beitrag. 😉

Haven’s Grey Gull: What a view!

Leider geht jeder Traum mal zu Ende, also alle wieder rein ins Wohnmobil und schweren Herzens fuhren wir weiter. Aber unsere Laune steigerte sich schnell wieder, als wir nur wenige Kilometer weiter an einen wunderschönen Strand kamen: Bayswater Beach Provincial Park. Auf dem Parkplatz, der genügend Platz für unser Schlachtschiff hatte, nutzten wir wieder die uns gegebenen Möglichkeiten, sich im WoMo umzuziehen und schon waren wir in den Fluten. Herrlich, eine äußerst willkommene Abwechslung.

CHESTER – oder Haven? – in Nova Scotia

Nachdem wir wieder im Wohnmobil waren und uns landfein gemacht hatten, ging es weiter auf unserer Tour durch Nova Scotia nach Chester. Im Chester Visitor Information Center (http://www.chestertourism.ca) half uns eine nette junge Dame, die Drehorte von „Haven“ zu finden. Hier wurden nämlich große Teile der Serie gedreht und es war interessant zu sehen, wie sich die Drehorte in die einzelnen Folgen einfügten. Das Kino, das Café, die Redaktion des „Haven Herold“ etc. Interessierte können sich gern Originalfotos vom Dreh der Serie „Haven“ auf der Webseite „Musik-Side“ von Fotograf Klaus Langner (https://musik-side.de/) unter der Rubrik „Haven“ (Passwort *HavenFamily*) anschauen. Klaus hatte das große Glück, den Stars der Serie ganz nah kommen zu können. Vorbeischauen lohnt sich!

Das Kino in Haven
Der Pavillion in Haven, ähm Chester
Relax in Chester, Nova Scotia

An sich ist Chester ein gemütliches kleines Städtchen, etwas verschlafen, aber unheimlich liebenswert. An der Marina verweilten wir eine Weile und beobachteten das „geschäftige Treiben“ der Segler und Motorbootfahrer.

Mit dem Wohnmobil nach Mahone Bay

Am frühen Nachmittag verließen wir dann Chester und fuhren mit unserem Wohnmobil weiter der Lighthouse Route folgend in Richtung Mahone Bay (https://www.mahonebay.com), bekannt für seine drei prägnanten Kirchen (The Three Churches).

The Three Churches of Mahone Bay, Nova Scotia

Geparkt direkt vor einer dieser Kirchen – wir können eigentlich noch immer gar nicht fassen, dass die Parkplatzsituation so entspannt ist! – schlenderten wir in Richtung „Downtown“. In Mahone Bay finden sich viele niedliche Shops, in denen wir handgemachte, individuelle Mitbringsel und Souvenirs kaufen konnten. So langsam bekamen wir Hunger und deshalb gingen wir zu JoAnn’s Deli Market Bakeshop (www.joannsdelimarket.ca). Ein Gourmet Bio-Deli Tempel mit allerlei kreativen Leckereien, die Auswahl fiel uns schwer! Wir entschieden uns endlich für ein Sandwich (was überhaupt kein Ausdruck für die Geschmacksexplosion ist), die Kinder bekamen Eis aus der „I.C.U.“ – augenzwinkernd wird hier die englische Abkürzung für Intensivstation verwendet, um auf der „Eisnotfallstation“ seinem Eis-Mangel auszugleichen. Einen besseren Ort zur Genesung kann man sich wohl kaum vorstellen. Nach der Stärkung auf Joanns „Intensivstation“ besichtigten wir noch eine der Kirchen, die St. John’s Lutheran Church (die weiße, mittlere der drei Kirchen), in deren Innenraum uns eine wohlige Kühle umgab und wo wir uns an den atemberaubenden, äußerst kunstvoll gestalteten Kirchenfenstergläsern, die von biblischen Geschichten erzählen, erfreuten. Nach dem geschäftigen Treiben in dem liebenswerten Mahone Bay kamen wir hier alle zur Ruhe und konnten uns auch spirituell gestärkt wieder auf den Weg machen.

St. John’s Lutheran Church in Mahone Bay
Bleiglasfenster St. John’s Lutheran Church, Mahone Bay

Mit dem Wohnmobil nach LUNENBURG

Und so kamen wir am späten Nachmittag in Lunenburg / HAVEN an. Lunenburg dient in der Serie als fiktive Stadt Haven. Die typische Silhouette mit den Holzhäusern vom Wasser aus gefilmt ist schon etwas Besonderes. Nun blieb eigentlich nur noch die Frage, ob wir auf dem Campingplatz noch eine Stellfläche finden? Da wir uns nicht an eine vorher angefertigte Reiseroute halten mochten, hatten wir bewusst auf Reservierungen verzichtet. Was für ein Abenteuer! Ohne Reservierungen und Buchungen mit dem Wohnmobil durch Kanada. Aber tatsächlich ist das in Nova Scotia gar nicht soooo ungewöhnlich und so gab es glücklicherweise auch am gut besuchten und sehr gepflegten Campground Lunenburg Board of Trade einen Stellplatz (http://www.lunenburgns.com/campground/ ). Hier konnten wir unser Wohnmobil abstellen, anschließen und hatten sogar noch die Möglichkeit, zu Fuß die Stadt zu erkunden, da der Campingplatz direkt an der Stadt liegt. Puuuhhh ganz schön bergig hier. Das hat uns keiner gesagt, dass es hier steiler als in manchen Bergregionen ist. Auf dem Weg zur Wharf kamen wir an einem äußerst interessanten Haus vorbei. Die Ironworks Distillery (www.ironworksdistillery.com).

Ironwork’s Destillery in Lunenburg, Nova Scotia

Eine kleine, privat geführte Brennerei von sehr anspruchsvollen Likören verschiedenster Geschmacksrichtungen, Gin und Rum. Weiter ging es dann zum Hafen und in die umliegenden Straßen. Da es selbst am frühen Abend noch sehr warm war, führte kein Weg am Eisladen vorbei. Eine große Auswahl verschiedenster Sorten machte uns die Entscheidung nicht gerade leicht, aber schlussendlich hatte jeder seinen Favoriten im Becher bzw. in der Waffel. Ein wenig abgekühlt schlenderten wir langsam zurück zum Campingplatz (natürlich nur bergauf ) und ließen den Abend bei Grillfleisch und Salat ausklingen. Natürlich kamen wir nicht daran vorbei, den Himbeerlikör zu probieren.

Noch einmal erinnerten wir uns an das am heutigen Tage Erlebte und Gesehene. Bald kehrte Ruhe ein und wir sahen neuen Abenteuern am nächsten Tage entgegen.

Warum heißt Lunenburg eigentlich Lunenburg? Und warum sind die Straßen hier so schnurgerade, und das obwohl die Stadt auf einem Berg liegt? Und was macht man eigentlich, wenn der riesige Wohnwagen plötzlich eine steile Abbiegung nehmen muss? All diesen Fragen gehen wir im nächsten Beitrag nach.

Von Peggy’s Cove nach Lunenburg – Wohnmobiltour an der South Shore von Nova Scotia

Von Peggy’s Cove nach Lunenburg – Wohnmobiltour an der South Shore von Nova Scotia

Wohnmobiltour durch Nova Scotia – South Shore: Von Peggy’s Cove nach Lunenburg

Foggy Peggy's Cove
Peggy’s Cove im Nebel

Am 2. Tag unserer Wohnmobiltour durch Nova Scotia fuhren wir entlang der wunderschönen South Shore vom legendären Peggy’s Cove nach Lunenburg. Ja, Ihr habt richtig gelesen und wir haben uns nicht verschrieben! Lunenburg und Lüneburg sind zwei verschiedene Orte. 😉

Kaum angekommen, schon gefangen in „Haven’s“ berühmten Nebel!

Nach einer eher kurzen ersten Nacht im Wohnmobil waren wir alle recht früh wach. Das gab uns die Möglichkeit, einmal in Ruhe den Campingplatz von Peggy’s Cove zu erforschen. Aber da war er wieder, dieser unglaubliche Nebel! Wie eine Glocke legte er sich über die Umgebung und umgab alles mit einer seltsamen Ruhe. Da wir abends auch im Nebel angekommen waren konnten wir nur mutmaßen, wie groß der Campingplatz war und es war immer wieder merkwürdig und lustig, wenn quasi aus dem Nichts andere Campingplatzbesucher auftauchten. Wir fühlten uns ein wenig wie in der Sci-Fi Serie „Haven“, wo sich ja auch ständig seltsame Dinge zutragen. In einigen Folgen ist die fiktive Stadt „Haven“ von einem ominösen Nebel von der Außenwelt abgeschlossen, und genau so sah es nun an unserem ersten Morgen auf dem Campingplatz in Peggy’s Cove in Nova Scotia aus. Waren wir etwa schon mitten drin in den „Unruhen“? Ahhhhhh!

Fog South Shore Nova Scotia
Nebel an der South Shore Nova Scotias

Nach einem kurzen Spaziergang zum Wasser und dem kleinen Spielplatz gab es erst einmal ein leckeres Frühstück. Wir aßen Bagels mit Frischkäse und Marmelade und tranken erstmal einen leckeren Kaffee. Danach machten wir uns in Ruhe fertig, WoMo abklemmen, Abwassertank leeren und auf ging es ins nahegelegene Peggy’s Cove. Es bestätigte sich die Weisheit, wer früh kommt, hat mehr davon. Wohl dem, der kleine Kinder hat und früh aus der Koje geworfen wird.

Mit dem Wohnmobil zu Peggy’S Cove Lighthouse

Viel ist über diesen magischen Ort, das Wahrzeichen – der Leuchtturm von Peggy’s Cove – schlechthin von Nova Scotia geschrieben worden, aber man muss es selbst erlebt haben, um es in seiner ganzen Wirkung und Schönheit zu erfahren. Über kleine verwunschene Straßen kamen wir auf dem Parkplatz an. Und da stand er. Rot-Weiß, auf den Felsen über dem Meer.

Peggy’s Cove Lighthouse@virtual-language-lighthouse

Absolut ruhige See und der mittlerweile bekannte Nebel gaben dem Ganzen noch etwas zusätzlich Mystisches. Nahezu noch allein konnten wir dieses Naturschauspiel voll und ganz auf uns wirken lassen. Selbstverständlich kletterte unser Großer gleich erstmal über die Felsen, gefolgt von dem Kleinen, wobei es für ihn noch sehr mühevoll war. Ausgelassen liefen nun alle zum Leuchtturm, um ihn einmal anzufassen und natürlich auch die obligatorischen Fotos zu machen. Nur eines trübte etwas die Stimmung. Das Postoffice hatte leider nicht auf, sodass wir keine Karten nach Deutschland schicken konnten. Egal, ein kleiner Besuch im Souvenirshop entschädigte uns und nach ca. 2 Stunden machten wir uns wieder auf den Weg. Weiter in Richtung Lunenburg.

Das “Grey Gull”

Glücklich und zufrieden machten wir uns nach einem kleinen Snack auf den Weg. Die Straße, die legendäre Lighthouse Route, schlängelte sich wunderbar am Meer vorbei, immer wieder gab es kleine Buchten, einsame Strände und tolle Ausblicke zu sehen. Wir fanden es wirklich sehr praktisch, dass an den Buchten eigentlich immer auch ein Parkplatz oder Viewpoints vorzufinden waren, wo wir ganz bequem mit unserem großen Wohnmobil parken konnten. Und wer im Sommer schon mal an den deutschen Küsten unterwegs war, den wird erfreuen, dass die Strände kaum besucht und die Parkplätze umsonst waren… Ein Träumchen! Hinter dem Ort Hubbards ging es dann weiter am Meer entlang. Und endlich, endlich waren wir da.

Da stand es. Das Haus, mit dem alles angefangen hat.

DAS GREY GULL – HAVEN’S BEST RESTAURANT AND BAR

Wir hatten es tatsächlich gefunden. Als eingefleischte Havenities (Fans der Serie „Haven“) wurde für uns ein Traum war. Dieser unglaubliche Ort, diese fantastische Lage direkt am Meer. Man konnte förmlich spüren, wie die „Unruhen“ auch hier ihr Unwesen trieben. Gebannt standen wir eine gefühlte Ewigkeit da und ließen es einfach auf uns wirken. Wie die Protagonisten der Serie hier einen Teil ihres „täglichen Lebens“ verbrachten. Und zu unserer Verwunderung war es tatsächlich zu verkaufen. Schon begannen wir zu träumen, wie es wohl wäre auf dem Deck zu sitzen und auf das Meer zu blicken. Morgens mit einer Tasse Kaffee in der Hand den Tag entspannt zu starten. Bei einem weiteren Besuch im Oktober 2017 durften wir sogar in unser Traumhaus rein, aber dazu mehr in einem anderen Beitrag. 😉

Haven’s Grey Gull: What a view!

Leider geht jeder Traum mal zu Ende, also alle wieder rein ins Wohnmobil und schweren Herzens fuhren wir weiter. Aber unsere Laune steigerte sich schnell wieder, als wir nur wenige Kilometer weiter an einen wunderschönen Strand kamen: Bayswater Beach Provincial Park. Auf dem Parkplatz, der genügend Platz für unser Schlachtschiff hatte, nutzten wir wieder die uns gegebenen Möglichkeiten, sich im WoMo umzuziehen und schon waren wir in den Fluten. Herrlich, eine äußerst willkommene Abwechslung.

CHESTER – oder Haven? – in Nova Scotia

Nachdem wir wieder im Wohnmobil waren und uns landfein gemacht hatten, ging es weiter auf unserer Tour durch Nova Scotia nach Chester. Im Chester Visitor Information Center (http://www.chestertourism.ca) half uns eine nette junge Dame, die Drehorte von „Haven“ zu finden. Hier wurden nämlich große Teile der Serie gedreht und es war interessant zu sehen, wie sich die Drehorte in die einzelnen Folgen einfügten. Das Kino, das Café, die Redaktion des „Haven Herold“ etc. Interessierte können sich gern Originalfotos vom Dreh der Serie „Haven“ auf der Webseite „Musik-Side“ von Fotograf Klaus Langner (https://musik-side.de/) unter der Rubrik „Haven“ (Passwort *HavenFamily*) anschauen. Klaus hatte das große Glück, den Stars der Serie ganz nah kommen zu können. Vorbeischauen lohnt sich!

Das Kino in Haven
Der Pavillion in Haven, ähm Chester
Relax in Chester, Nova Scotia

An sich ist Chester ein gemütliches kleines Städtchen, etwas verschlafen, aber unheimlich liebenswert. An der Marina verweilten wir eine Weile und beobachteten das „geschäftige Treiben“ der Segler und Motorbootfahrer.

Mit dem Wohnmobil nach Mahone Bay

Am frühen Nachmittag verließen wir dann Chester und fuhren mit unserem Wohnmobil weiter der Lighthouse Route folgend in Richtung Mahone Bay (https://www.mahonebay.com), bekannt für seine drei prägnanten Kirchen (The Three Churches).

The Three Churches of Mahone Bay, Nova Scotia

Geparkt direkt vor einer dieser Kirchen – wir können eigentlich noch immer gar nicht fassen, dass die Parkplatzsituation so entspannt ist! – schlenderten wir in Richtung „Downtown“. In Mahone Bay finden sich viele niedliche Shops, in denen wir handgemachte, individuelle Mitbringsel und Souvenirs kaufen konnten. So langsam bekamen wir Hunger und deshalb gingen wir zu JoAnn’s Deli Market Bakeshop (www.joannsdelimarket.ca). Ein Gourmet Bio-Deli Tempel mit allerlei kreativen Leckereien, die Auswahl fiel uns schwer! Wir entschieden uns endlich für ein Sandwich (was überhaupt kein Ausdruck für die Geschmacksexplosion ist), die Kinder bekamen Eis aus der „I.C.U.“ – augenzwinkernd wird hier die englische Abkürzung für Intensivstation verwendet, um auf der „Eisnotfallstation“ seinem Eis-Mangel auszugleichen. Einen besseren Ort zur Genesung kann man sich wohl kaum vorstellen. Nach der Stärkung auf Joanns „Intensivstation“ besichtigten wir noch eine der Kirchen, die St. John’s Lutheran Church (die weiße, mittlere der drei Kirchen), in deren Innenraum uns eine wohlige Kühle umgab und wo wir uns an den atemberaubenden, äußerst kunstvoll gestalteten Kirchenfenstergläsern, die von biblischen Geschichten erzählen, erfreuten. Nach dem geschäftigen Treiben in dem liebenswerten Mahone Bay kamen wir hier alle zur Ruhe und konnten uns auch spirituell gestärkt wieder auf den Weg machen.

St. John’s Lutheran Church in Mahone Bay
Bleiglasfenster St. John’s Lutheran Church, Mahone Bay

Mit dem Wohnmobil nach LUNENBURG

Und so kamen wir am späten Nachmittag in Lunenburg / HAVEN an. Lunenburg dient in der Serie als fiktive Stadt Haven. Die typische Silhouette mit den Holzhäusern vom Wasser aus gefilmt ist schon etwas Besonderes. Nun blieb eigentlich nur noch die Frage, ob wir auf dem Campingplatz noch eine Stellfläche finden? Da wir uns nicht an eine vorher angefertigte Reiseroute halten mochten, hatten wir bewusst auf Reservierungen verzichtet. Was für ein Abenteuer! Ohne Reservierungen und Buchungen mit dem Wohnmobil durch Kanada. Aber tatsächlich ist das in Nova Scotia gar nicht soooo ungewöhnlich und so gab es glücklicherweise auch am gut besuchten und sehr gepflegten Campground Lunenburg Board of Trade einen Stellplatz (http://www.lunenburgns.com/campground/ ). Hier konnten wir unser Wohnmobil abstellen, anschließen und hatten sogar noch die Möglichkeit, zu Fuß die Stadt zu erkunden, da der Campingplatz direkt an der Stadt liegt. Puuuhhh ganz schön bergig hier. Das hat uns keiner gesagt, dass es hier steiler als in manchen Bergregionen ist. Auf dem Weg zur Wharf kamen wir an einem äußerst interessanten Haus vorbei. Die Ironworks Distillery (www.ironworksdistillery.com).

Ironwork’s Destillery in Lunenburg, Nova Scotia

Eine kleine, privat geführte Brennerei von sehr anspruchsvollen Likören verschiedenster Geschmacksrichtungen, Gin und Rum. Weiter ging es dann zum Hafen und in die umliegenden Straßen. Da es selbst am frühen Abend noch sehr warm war, führte kein Weg am Eisladen vorbei. Eine große Auswahl verschiedenster Sorten machte uns die Entscheidung nicht gerade leicht, aber schlussendlich hatte jeder seinen Favoriten im Becher bzw. in der Waffel. Ein wenig abgekühlt schlenderten wir langsam zurück zum Campingplatz (natürlich nur bergauf ) und ließen den Abend bei Grillfleisch und Salat ausklingen. Natürlich kamen wir nicht daran vorbei, den Himbeerlikör zu probieren.

Noch einmal erinnerten wir uns an das am heutigen Tage Erlebte und Gesehene. Bald kehrte Ruhe ein und wir sahen neuen Abenteuern am nächsten Tage entgegen.

Warum heißt Lunenburg eigentlich Lunenburg? Und warum sind die Straßen hier so schnurgerade, und das obwohl die Stadt auf einem Berg liegt? Und was macht man eigentlich, wenn der riesige Wohnwagen plötzlich eine steile Abbiegung nehmen muss? All diesen Fragen gehen wir im nächsten Beitrag nach.

Wohnmobiltour durch Nova Scotia – Von Halifax nach Peggy’s Cove

Wohnmobiltour durch Nova Scotia – Von Halifax nach Peggy’s Cove

Peggy’s Cove Lighthouse im Nebel

Wohnmobiltour durch Nova Scotia – Von Halifax nach Peggy’s Cove

Da waren wir nun also unterwegs auf unserer Wohnmobiltour durch Nova Scotia. Wir wollten an diesem Tag noch einiges erleben, als wir gegen Mittag von der Canadream Wohnmobil Vermietstation in Halifax/Dartmouth gen Peggy’s Cove losfuhren. Doch so ganz auf leerem Magen kann man keine langen Touren machen. Also erst einmal an den ersten Supermarkt ranfahren und die Kunst des Einparkens mit dem Wohnmobil erlernen. Glücklicherweise sind die Straßen und die Parkplätze in Kanada für solche Wohnmobil-Gefährte ausgelegt, also vorwärts rein in die vier Parklücken und los ging es. Eine Stunde später dann standen wir mit zwei vollen Einkaufswagen und ein paar Kanadischen Dollar weniger wieder auf dem Parkplatz. Schnell alles einladen und verstauen und im Anschluss das erste Picknick im Wohnmobil! Dass man gleich nach dem Einkaufen ein wenig futtern kann fanden besonders unsere Jungs ganz toll.

Raus aus Halifax auf die Lighthouseroute

Frisch gestärkt machten wir uns weiter auf unserer Wohnmobiltour durch Nova Scotia auf den Weg in Richtung Downtown Halifax um den ersten Spirit der Stadt zu erfahren. Wir waren dann aber doch noch ziemlich aufgeregt, mit dem Wohnwagen durch die Provinzhauptstadt zu kurven. Nach einer kleinen Stadtrundfahrt mit gehörigem Respekt ob der Dimensionen ging es dann weiter in Richtung Süden.

Yachten und Buchten rund um Halifax

Durch die Vororte steuerten wir das Wohnmobil weiter raus in die ländliche Gegend und wir bekamen den ersten Eindruck von dem, was uns erwarten sollte. Hinter jeder Kurve eine neue, aufregende Entdeckung. Buchten mit Marinas und kleine einsame Strände wohin das Auge blickte. Eine faszinierende Landschaft umgab uns von unserem Wohnmobil aus und an jeder noch so kleinen Möglichkeit mussten wir halten und diese Ausblicke einfach genießen. Unglaublich.

Purcells Cove und Herring Cove Provincial Park

Der erste ausführliche Stopp war dann im Herring Cove Provincial Park. Vom Parkplatz aus ging es über einige Meter über verschlungene Pfade und riesige, seltsam glatte Steine ans Wasser. Eine herrliche Ruhe umgab uns hier. Und wie wir feststellten wohl auch ein beliebter Treff für Frischverliebte

Herrings Cove Provincial Park Nova Scotia

Wir stellten uns die Frage, warum nicht einfach hierbleiben, es ist doch beinahe perfekt. Aber es warten doch noch weitere tolle Überraschungen auf uns. Also wieder rein in das WoMo und weiter ging es. Die Kamera bekam keine Pause, alles mussten wir fotografieren, so beeindruckend war es.

Herrings Cove Nova Scotia

Unser Tipp: Crystal Crescent Beach mit dem Wohnmobil

Weiter ging es vorbei an kleinen Orten und Fischerdörfern wie Portuguese Cove, Duncan’s Cove, Ketch Harbour nach Sambro. Von hier ging eine unscheinbare Straße zu einem der schönsten Strände, die wir während der gesamten Zeit gesehen haben: Crystal Crescent Beach im gleichnamigen Provincial Park.

Bei den hochsommerlichen Temperaturen von fast 30 Grad wollte keiner nur gucken. Also Umziehen im Wohnmobil (ein super Vorteil wenn man den Kleiderschrank und die Verpflegung dabei hat) und ab an den Strand und in die Fluten. Gut besucht von jung und alt war es eine herrliche Abkühlung im ca. 18 Grad kalten Atlantik. Ein komisches Gefühl, auf der anderen Seite ist Europa!

Crystal Crescent Beach, Nova Scotia
Crystal Crescent Provincial Park Nova Scotia

Und wieder war die Lust, noch einmal ins Wohnmobil zu steigen und weiter Richtung Peggy’s Cove zu fahren gleich null. Können wir nicht einfach hier stehen bleiben und übernachten? Wir haben doch alles dabei? Könnten wir wohl schon, doch dann fiel uns ein, dass ja der Weg das Ziel ist auf unserer Wohnmobiltour durch Nova Scotia, und es gab ja noch so viel zu entdecken… Frisch abgekühlt und gestärkt von einem weiteren Picknick ging es weiter. Da keine direkte Verbindung in Richtung Campingplatz bei Peggy’s Cove bestand, ging es nun wieder zurück in Richtung Halifax. Von da aus gelangten wir wieder in Richtung Süden und kamen an Prospect vorbei.

Peggy’s Cove im Nebel

Der Nebel in Peggy’s Cove

WAS IST DAS? NEBEL? In der Tat, aus dem nichts tauchte der berühmt berüchtigte Nova Scotia Nebel auf. Obwohl wir im hohen Norden Deutschlands ja an Nebel gewöhnt sind hatten wir einen solch schnell aufziehenden, richtig gehend hexenküchenartigen Wabernebel noch nicht erlebt. Eben noch Sonnenschein und auf einmal eine gespenstische Umgebung, sodass man dachte, gleich würde doch noch Hauke Haien aus Nordfriesland auf seinem Schimmel vorbei reiten. Der ganze Ort kam uns dadurch sehr mystisch und spannend vor. Genug Stoff für Spökenkiekerei! Doch nur eine Kurve weiter war der Spuk vorbei und der Himmel erstrahlte im schönsten Sonnenschein. So

Die Nebel von Nova Scotia

ging es dann auch immer weiter: hier Nebel und kurz darauf wieder Sonne.

Campingplatz in der Nähe von Peggy’s Cove

Nun aber weiter, auf zum letzten Teil des Trips. Hoffentlich bekommen wir noch einen Stellplatz auf einem Campingplatz in der Nähe von Peggy’s Cove. Einige Wegrundungen war er auch schon zu sehen, der bekannte rot-weiße Leuchtturm, eines DER Wahrzeichen Nova Scotias.

Leicht vom Nebel eingehüllt konnten wir ihn dennoch unverwechselbar erkennen. Da es schon ein wenig spät war und wir noch im Hellen unser Wohnmobil parken und für die Nacht präparieren wollten, ging es auf direktem Wege zum nächsten Campingplatz. Glücklicherweise gab es tatsächlich noch einen Stellplatz für uns, also schnell bezahlen und dann einparken. Auch hier merkt man wieder einmal die Abmessungen des Wohnmobils, gut, dass wir Platz und Hilfe hatten. Schnell noch den Strom und das Wasser anschließen (wie war das gleich noch?!) und dann konnten wir den Tag bei einem gemütlichen Abendessen im Wohnmobil Revue passieren lassen. Die Jungs waren noch völlig aufgedreht und so dauerte es eine Weile, bis sich Ruhe und Müdigkeit ihren Weg schlugen und alle eingeschlafen waren.

Nebel in Nova Scotia
Wohnmobilreise durch Nova Scotia

Wohnmobilreise durch Nova Scotia

Wohnmobiltrip durch Nova Scotia

Zum ersten Mal ein Wohnmobil fahren

Wohnmobil im Sonnenuntergang Cape Breton Island, Kanada

Da stand es nun, unser Motorhome für den Wohnmobiltrip durch Nova Scotia in Kanada. Unser Unterwegszuhause für die nächsten 16 Tage. Was für ein Geschoss. Dass es groß sein wird, war uns klar, aber so groß. R E S P E K T !

Die Übernahme des Wohnmobils in Nova Scotia

Der Morgen nach unserer Landung begann ganz gemütlich mit einem Frühstück in der Hotelbar. Anschließend sprangen wir zur großen Freude der Jungs in den Hotelpool und plantschten uns die müden Reisebeine munter. Zurück auf dem Zimmer mussten wir uns telefonisch beim Vermieter des WoMo’s (Canadream) anmelden, damit dieser uns mit einem Shuttle abholen und zur Vermietungsstation bringen kann. Wichtig ist, dass Ihr nie am Tag der Ankunft das Wohnmobil übernehmen könnt / dürft (laut Anmietbedingungen), was ich persönlich auch gut finde, da man von der Anreise doch gut geschlaucht ist und so ein Gefährt doch einiges mehr an Aufmerksamkeit verlangt als ein normales Auto.

Pünktlich zur vereinbarten Zeit kam auch das Shuttle und ein gutgelaunter Mitarbeiter von Canadream brachte uns nach Dartmouth zur Abholstation. Dort angekommen machten sich die Kids gleich über das Spielzeug in der übergroßen Spielecke her. Nach Erledigung des notwendigen Papierkrams ging es zur Einweisung in das Fahrzeug. Große Neugier befiel uns alle, aber besonders die Jungs waren nicht mehr zu halten und mussten alles in Augenschein nehmen und für sich entdecken.

Die freundliche und couragierte Mitarbeiterin erklärte uns
ausführlich die Eigenschaften dieser rollenden Wohnung.
Puuuhhh ganz schön viel zu beachten. Wie war das noch mit den
Anschlüssen für Wasser, Strom und Abwasser? Welchen

Wohnmobil am Fluss in Nova Scotia

Schalter muss man umlegen, um auf dem Campingplatz
Strom zu beziehen? Fragen über Fragen.
Mit einer unglaublichen Ruhe und Gelassenheit wurde uns alles
bis ins Detail erläutert und gezeigt.
Es war beeindruckend zu sehen, was alles in so ein Wohnmobil
passt. Quasi eine komplette Wohnung auf 6 Rädern.

Alle Annehmlichkeiten von der Bettwäsche über ausreichend
Handtücher bis zur vollen Küchenausstattung inkl. Schwämme
und Geschirrspülmittel waren an Bord. Also konnte dem
Abenteuer nichts mehr im Wege stehen.

​​​​​​​LETS ROLL. Auf geht’s. Nova Scotia, wir ​​​​​​​​kommen. Mit einer gehörigen Portion ​​​​​​​​Respekt rollten wir mit unserem 10 m ​​​​​​​​Wohnzimmer vom Hof der Station und ​​​​​​​​begaben uns in den Straßenverkehr. Erst ​​​​​​​zögerlich, aber mit der Zeit immer sicherer ​​​​​​​und selbstbewusster fuhren wir in die Weiten ​​​​​​​der Atlantikprovinz.

Auf dem Weg nach Nova Scotia – der Flug von Hamburg über Island nach Halifax

Auf dem Weg nach Nova Scotia – der Flug von Hamburg über Island nach Halifax

Flug von Island nach Kanada

Der Flug von Hamburg nach Halifax über Island mit zwei kleinen Kindern

Ende Juli 2016 war es dann endlich soweit, unser Flug zu unserer ersten Kanadareise stand an. Mit all unseren Sachen machten wir uns auf den Weg zum Flughafen Hamburg. Unser Flug mit der Icelandair ging am frühen Nachmittag, so dass wir noch den Vormittag nutzen konnten, letzte Sachen zu packen.

Check-in am Airport Hamburg für den Flug nach Nova Scotia

Der Check-in am Counter war problemlos, das Gepäck von 4 großen und 4 kleinen Koffern aufgegeben bzw. für die Kabine gelabelt und so konnten wir entspannt durch den Sicherheitscheck gehen. Wie immer bei Flügen kamen wir nicht am Duty Free Shop vorbei, ohne dass die Jungs ein „kleines“ Spielzeug haben wollten. Zwei Handpropeller später gingen wir dann zum Gate und das Boarding ging auch schon los. Hier sollte man auch noch einmal erwähnen, dass Familien mit kleinen Kindern ein bevorzugtes Boarding erhalten, welches uns natürlich sehr entgegen kam. Im Flugzeug hatten wir dann eine 3er Sitzgruppe und einen Einzelplatz in derselben Reihe auf dem gegenüber liegenden Gang. Das ist tatsächlich recht praktisch, so kann das Elternteil, das diesen Einzelplatz hat, schnell an verstaute Rucksäcke, Trunkies etc heran kommen. Oder auch mal ausruhen, was auch wichtig ist. 🙂

Im Flugzeug nach Kanada mit zwei Kleinkindern

Sogar die Lunchbox auf dem Flug von Island nach Halifax ist ein Spielzeug

Pünktlich startete der Flieger in Richtung Island und das
große Abenteuer begann. Während des Fluges kümmerten
sich die Mitarbeiter von Icelandair rührend um die Kinder
an Bord. Es gab Getränke und kleine Snacks. Nichtsdestotrotz haben wir stets kleine Trinkflaschen, Gummibärchen, Pixiebücher … dabei, da grundsätzlich immer dann jemand Durst hat, wenn gerade keine Flugbegleitung kommen kann. Viele Eltern sorgen sich, dass die Kinder beim Start und Landen Schmerzen haben könnten. Unsere Erfahrung auf den Flügen mit unseren Kindern ist, dass die Kids den Druckausgleich im Flieger oft besser hinkriegen als die Eltern. Säuglinge sollten während Start bzw. Landung gestillt werden oder das Fläschchen bekommen, ein Schnuller hilft älteren Kindern und ansonsten hat sich bei uns das Kauen von ein paar Gummibärchen bewährt. Ist natürlich nicht sooo super für die Zähne, aber hey, wie oft macht man das? Wichtig ist allerdings, dass alle gesund sind! Falls Eure Kinder erkältet sind bevor Ihr losfliegen wollt oder gar Fieber haben, ist auf jeden Fall der Rat des Kinderarztes einzuholen. Aus eigener Erfahrung wissen wir leider, wie schmerzhaft ein Flug werden kann, wenn die Nase „dicht“ ist.
Auf dem Flug nach Island ging es uns allen fantastisch. Das Highlight für die Kids war das Spieleset mit einem Stickerbild und verschiedenen typischen Merkmalen von Island
wie zum Beispiel den Vulkanen, Elfen und Trolle etc. Die Kinder konnten die verschiedenen „Saga“-Figuren, die sehr liebevoll gestaltet wurden, immer wieder neu auf der Karte von Island platzieren und sie neue Abenteuer erleben lassen. Das fördert sowohl die Motorik als auch die Phantasie.

Icelandair Magic Sticker Set@virtuallanguagelighthouse

Unsere Kinder waren begeistert und im Nu war der
erste Teil des Fluges vorbei. Nach 3 ½ Stunden landeten
wir in Keflavik, dem internationalen Flughafen von Island.

Icelandair Memory for kids

Kleiner, aber feiner Stop auf Island auf dem Weg nach Nova Scotia

Postkarten verschicken am Flughafen Keflavik

Auf Island hatten wir dann knapp drei Stunden Zeit und nutzten diese,
​uns die Beine zu vertreten, die erste Post nach Hause zu schicken, einige Souvenirs zu kaufen und etwas zu essen, da es während des ​Fluges keine Verpflegung für Erwachsene gab bzw. diese nur gegen ein ​heftiges Entgelt zu haben war.
​Leider war die neue Spielzone noch nicht komplett fertig ​gestellt, daher war für die Kinder ein wenig Flaute angesagt. Das ​haben wir aber mit Buggy Rennen überbrückt, die überall am ​Flughafen kostenlos zur Verfügung stehen.

Kinderfreundlicher Flughafen Keflavík, Island
Kostenlose Buggys am Flughafen von Keflavik: wow!!

​Erste Müdigkeitserscheinungen ließen uns dann aber zügig zum ​nächsten Gate gehen und auf den Anschlussflug nach Halifax warten.
Das Boarding war ähnlich unkompliziert wie in Hamburg und so starteten wir pünktlich in die zweite Hälfte der Reise. Der Überflug über Grönland und die ersten Festlandbereiche von Kanada waren aus dem Flieger heraus eine absolute Augenweide und ließen uns von vielen schönen Aktivitäten im Urlaub träumen. Die Jungs waren mittlerweile eingeschlafen und so verging der Flug von ca. 4 ¼ Stunden schnell und ereignisarm.

Über den Wolken, auf dem Flug nach Nova Scotia
​Endlich in Halifax, Nova Scotia angekommen!

Nach der Landung am frühen Abend Ortszeit verließen wir das Flugzeug mit zwei müden Kindern im Arm bzw. an der Hand und begaben uns zur Immigration. Diese erfolgte schnell und unkompliziert, so dass wir uns zügig zur Gepäckausgabe machen konnten. Alle Koffer waren bereits auf dem Band (dies war nicht immer der Fall, dazu aber in einem anderen Eintrag mehr). Und gleich zu Beginn bestätigte sich die immer wieder gepriesene Freundlichkeit und Höflichkeit der Kanadier. Vollbepackt mit 2 Trolleys und den Kindern waren wir schwer am Schieben als uns eine Mitarbeiterin der Zollbehörde fragte, ob sie uns helfen könne. Dankend nahmen wir dies an und schon hatten wir den Sicherheitsbereich verlassen und konnten uns nun auf den Weg in das Hotel machen.
Wir hatten im Voraus das ALT Hotel am Flughafen gebucht, welches sich
als absoluter Glücksgriff erwies. Das Haus befand sich direkt auf der
anderen Straßenseite und hatte einen direkten Zugang über eine
Brücke vom Terminal aus. Ziemlich müde checkten wir ein
(auch hier ein toller und freundlich zuvorkommender Service –
„no worries“ allenthalben)
und Minuten später waren wir auf dem Zimmer und froh und glücklich,
endlich angekommen zu sein im Land unserer Träume.
Schnell frisch machen und noch eine Kleinigkeit trinken und
dann ging es für alle in die großen Queensize Betten und eine
ordentliche Mütze Schlaf war angesagt.

Gemütliche Betten im ALT Hotel am Airport Halifax

Umzug nach Kanada

Der große Tag29. Juli 2018
Goodbye Hamburg!
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