Schlagwort: Auswandern

Am Lagerfeuer: Winter is coming!

Am Lagerfeuer: Winter is coming!

Indian Summer in Nova Scotia

Ja, so geht die Zeit dahin und unsere website will offenbar auch das Zeitliche segnen. Liebe Freunde und Besucher, leider sehen wir, dass einige Kommentare nicht genehmigt wurden und auch wir manches nicht kommentieren konnten. Wieso? Weshalb? Warum? Darauf gibt es nicht mal eine dumme Antwort. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass wir ein paar unserer Artikel auch auf Englisch verfasst haben. (Drücke auf EN im Startmenü) Es tut uns jedenfalls sehr Leid!

Wie Ihr seht haben sich die Bäume ihrer bunten Blätter fast entledigt, es wird Winter. Tatsächlich kann ein einziger kleiner Sturm alle verbliebenen Souvenirs an den Sommer wegpusten. Und was war das für ein Sommer! War es nicht wie ein Traum, diese lange Hitze? In Deutschland haben wir ja aufgrund der Auswanderung nicht soooo viel davon mitbekommen (nur innerlich geflucht, dass jetzt ein langwöchiger Urlaub an der Nordseeküste genau das richtige gewesen wäre). Aber auch hier in Nova Scotia war der Sommer trocken und schön, nur dass manche Brunnen trocken liefen. Zum Glück gibt es den Watermarket!!! Wir hatten nur noch orangefarbenes Wasser, was zumindest meine blonden Haare komisch färbte. Zum Glück hat mir eine liebe Kollegin eine hervorragende Friseurin empfohlen, die mir ein paar sehr gute Tipps gegeben hat ( und noch dazu einen tollen Haarschnitt!).

Im Nachhinein erscheint uns der Sommer wie im Flug vergangen zu sein, obwohl das natürlich gerade in Deutschland nicht stimmt. Is klar, dass der Sommer, wo wir auswandern und Kisten packen müssen, der heißeste seit Jahren sein musste! War auch schon 2003 so, als ich meine Examensarbeit schrieb. Gewöhnt Euch nicht an solche Sommer, wir haben in nächster Zeit nichts dergleichen vor! Hehe.

Stattdessen können wir feststellen, dass sich unsere Kinder unglaublich wohl fühlen auf ihrer französischsprachigen Schule. Sie fahren ganz selbst verständlich mit dem Bus. Unsere Kinder haben keine Hausaufgaben und gehen morgens ohne großes Gemurre los. Das macht uns extrem glücklich. Beide verinnerlichen immer stärker das Französische, so bringt sich unser Kleiner, eher schüchterner Junge, laut seiner Klassenlehrerin immer mehr ein und zuhause hat er schon einen leichten französischen Akzent im Deutschen.

Unser Großer hat in Rekordzeit Lesen gelernt und hat auch dank seines Lehrers, der sich sehr um ihn bemüht, die französischen Lautregeln verinnerlicht. Letztens hat er mir ganz unvermittelt aus einem Batman-Buch für Leseanfänger (die Bibliothek der Schule ist ein unglaublich toller Fundus!) vorgelesen und dabei erklärt, dass die Endung -eau, z. B. in „bateau“ wie „o“ ausgesprochen wird. Danach hatte er noch voll Bock, seinen Kumpels in Deutschland davon zu erzählen und so erhielten einige Freunde eine Gratis-Lektion in „Französisch für Anfänger“. Großartig!

Lesen lernen en français

Uns gefällt es sehr gut, in Lunenburg County zu wohnen. Wir haben nette Nachbarn und großartige Schulen, und hier wird auch richtig gefeiert! Halloween war eine tolle Möglichkeit, noch mehr Nachbarn kennen zu lernen (wir müssen nie wieder Süßigkeiten kaufen, nie wieder!) und Weihnachten wird hier auch so richtig schön gefeiert, mit Weihnachtsmärkten und allem pi pa po. Ein Besuch lohnt sich also auch im Winter, liebe Freunde! Guckt mal bei https://rvlighthouse.ca vorbei, dort haben wir einige Tipps für die Adventszeit zusammengetragen. Kiek mol wedder in!

Halloween lights
Christmas in Lunenburg county, Nova Scotia

Am Lagerfeuer: Sooo schön!!

Am Lagerfeuer: Sooo schön!!

Ihr Lieben,

Oje, wir bekommen viele Nachrichten auf allen möglichen Kanälen, ob es uns denn gut gehe. Ja, uns geht es super!! Wir haben lediglich unser Internetguthaben sehr ausgeschöpft (seeehr teuer in Kanada) und hatten damit zu tun, unsren Alltag in Kanada zu meistern.

Neeee, in Nova Scotia gibts ja keine Jobs, heißt es oft. Es stimmt, aber wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine gute Ausbildung/ein Studium gepaart mit guten Fremdsprachenkenntnissen (besonders Französisch!!) und einer gewissen Flexibilität und einer guten Ausdauer doch zu einem Job Offer führen können.

Leute, gute Englischkenntnisse sind das A&O, sowie Beziehungen. Meldet Euch so früh wie möglich bei Firmen, für die Ihr gern arbeiten würdet und besucht diese vor Ort, wenn möglich. Ihr könnt Euch kaum vorstellen, wie viele Anfragen kanadische Firmen aus dem Ausland erhalten, da ist es sehr hilfreich, wenn man der Anfrage ein Gesicht zuordnen kann.

Wir haben von Anfang an sehr freundliche Menschen aus Kanada kennen lernen dürfen, und von diesen Beziehungen profitieren wir nun auch, in privater als auch wirtschaftlichen Hinsicht. Wir sind sehr dankbar für die Hilfe in jeglicher Hinsicht, die wir erhalten durften.

Es geht uns sehr gut, ich glaub, mein Blutdruck ist so niedrig, dass man ihn kaum noch messen kann. Kein Stress auf den Straßen, alle fahren vorsichtig aufgrund von Wildwechsel und Nebel (und weil man eben rücksichtsvoll ist), kein Stress im Job, auch wenn man mal einen Fehler macht ist das alles nicht so wild. Wir beginnen, uns zu entspannen und das Leben zu genießen. Wenn ich in D von der Arbeit nach Hause kam, war ich fix und alle und gestresst vom Straßenverkehr. Hier komme ich an, gucke aufs Meer und genieße die unglaubliche Ruhe. Nichts muss, alles kann. Muss aber auch nicht.

Die Jungs fangen langsam an, immer mehr Englisch und Französisch in ihren Wortschatz zu integrieren. So sagte der Große heute: „Das da, das ist mein Lego „favori“!“. Ok. Der Kleine übt fleißig, indem er französische Lieder trällert. Nicht immer so, dass ich es verstehen würde, aber es kommt! Wir lieben den akadischen Einschlag im Französischen, der hier allgegenwärtig ist. Das Linguistenherz in mir schlägt definitiv höher, trotz gesenktem Blutdruck.

Habt Ihr noch ein paar Marshmallows? Die Blätter färben sich immer mehr, wir ziehen unsere Cardigans an und tragen Schals. Wunderschön ist die Laubfärbung des kanadischen Ahorn zu beobachten.

Habt Ihr Lust auf Englischlernen in Nova Scotia im Herbst? Die Sprachschule in Lunenburg (Eurocentres Atlantic Canada) hat kurzfristig noch ein paar Plätze frei! Sagt schnell Bescheid und kommt in den Genuss der Gastfreundschaft hier in Nova Scotia!

https://eurocentres-atlanticanada.com

Nächste Woche verlassen wir „unser“ geliebtes Domizil auf Heckman’s Island. Winter is coming, und mit ihm ein gemietetes Haus in Lunenburg. Mit ganz viel Internet!

Our life in Nova Scotia: Outtakes Nachtrag

Our life in Nova Scotia: Outtakes Nachtrag

Outtakes Nachtrag:

Stromausfall auf Heckman’s Island. Zum 4. Mal in zwei Wochen. Wie schön, dass der Generator der Ferienhausbesitzer von nebenan, die ganze 4 Tage im Jahr da sind, so schön Lärm macht, dass man auch nachts den Stromausfall richtig genießen kann…

Bruuuuuummmm

Bruuuuuuummmm

Our life in Nova Scotia: The Outtakes

Our life in Nova Scotia: The Outtakes

Ja, vieles lief richtig glatt bei unserer Auswanderung nach Kanada, sicherlich dank der super Vorbereitung durch unsere Beraterin. Damit Ihr aber seht, dass durchaus nicht alles immer so glamourös ist beim Auswandern haben wir mal ein paar mehr oder weniger lustige Outtakes für Euch zusammengestellt:

When you stretch for Internet

When you miss your friends and family
When you need something important from the storage and find out it’s in the very back of it‍‍
When you try to explain to your Canadian neighbour what a “Schultüte” is and she shows up with theseon your kids’ first day of school (love her for it)

Pretty good, eh?

Was ist bei Euch kürzlich anders gelaufen als geplant? Habt Ihr auch „Outtakes“? Dann schreibt doch einen Kommentar unter den Beitrag. Wir stehen wartend mit ausgestrecktem Arm am Ufer um Euer Leuchtfeuer zu empfangen (Siehe oben).‍

Neues von den Neuschotten im Urlaub auf Cape Breton

Neues von den Neuschotten im Urlaub auf Cape Breton

Nun haben wir schon Ende August, d.h., dass wir schon seit 4 Wochen als permanent residents in Kanada sind! Ist das zu fassen! Wir haben so viel geschafft in dieser Zeit und haben dennoch den wundervollen Nova Scotia Sommer genießen können. Das Wetter ist herrlich, das Meer erfrischend, die Strände nicht so voll und die Leute freundlich. Als wir letzte Woche Oma vom Flughafen Halifax abholten bekamen wir so ein ganz komisches Gefühl. Normalerweise sind ja 2-3 Wochen die gängige Urlaubsspanne für Kanada. Theoretisch wäre also jetzt unser Rückflug angesagt gewesen. Stattdessen haben wir unsere Oma abgeholt, damit sie bei uns Urlaub machen kann. Wir waren sehr froh, sie zu sehen und dass wir nicht zurück fliegen mussten!

Als Permanent Residents kommen wir in den Genuss vieler Vorteile, sei es bei der Jobsuche, dem Autokauf, der Krankenkasse,… wir sind so froh und dankbar, dass wir über den Express Entry gekommen sind! Wir haben kaum Einschränkungen in Bezug auf Jobs, wir könnten uns sogar selbstständig machen.

Unseren Container durch den Zoll zu holen war eine reine Formsache von wenigen Minuten. Wieder zahlte es sich wohl aus, dass uns unser beauftragtes Unternehmen gut vorbereitet hatte und wir alle Unterlagen ordentlich beieinander hatten. Der Container wurde auf unseren Wunsch hin kurzfristig an einem Samstag geliefert, es lief alles reibungslos! Wir hatten nicht damit gerechnet, dass das Unternehmen noch Helfer schickt und hatten selbst noch über Freunde Hilfe geholt, sodass wir am Ende 6 Leute zum Entladen unseres 20 Fuß Container hatten. 30 Minuten hat das Entladen gedauert, wir mussten nur ansagen, was wohin gepackt werden sollte. Wir hatten gut zu tun mit unserer Liste, aber da wir uns schon vorher markiert hatten, welche Kiste mit ins Ferienhaus sollten (die mit Lego natürlich!), ging auch das zügig. Und wir hatten uns so viele Gedanken gemacht!

Am Montag sind wir zu der neuen Schule der Jungs gefahren, um mit dem Schulleiter zu sprechen und einen kleinen Rundgang zu machen. Der Schulleiter war sehr geduldig und freundlich, die Räumlichkeiten hell und äußerst gut ausgestattet. Nach diesem Termin waren wir alle sehr erleichtert, besonders, weil unser Großer wohl nicht der Einzige sein wird, der noch nicht perfekt Französisch spricht. Ja, Nova Scotia ist überwiegend englischsprachig, aber wir haben uns bewusst für die französischsprachige Schule entschieden.

Lake Ainslie,Cabot Trail

Nun sind wir auf Cape Breton Island im Norden Nova Scotias, um Oma unseren geliebten Cabot Trail zu zeigen. Wir wandern, planschen und fahren den Trail. Letzte Sommertage bevor der kanadische Arbeits- und Schulalltag beginnt. Puhhhh. Aber noch sind die Tage warm, das Meer so erfrischend, die Strände nicht so voll und die Menschen freundlich…

A bientôt, bonnes vacances!

Umzug nach Kanada

Der große Tag29. Juli 2018
Goodbye Hamburg!
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