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Schlagwort: Winter

Warten und Auswanderung

Warten und Auswanderung

Warten auf die Studienanerkennung: Am Lagerfeuer

Warten, immer nur warten. Die Kinder haben schlecht geschlafen. Ich auch. Stundenlang lag ich wieder wach, weil ich warte. Und wenn ich warte, dann kann ich gar nichts anderes mehr machen als zu warten. Wenn ich warte, dann ist das so also ob ich im Wartezimmer eines Arztes warten muss und sich die Stunden wie Kaugummi hinziehen. Da ich immer denke, dass ich ja gleich dran kommen werde, bin ich nach spätestens einer Stunde Warterei nicht mehr in der Lage, mich auf einen schnöden Zeitschriftenartikel über Promis zu konzentrieren, geschweige denn ein schönes Buch zu lesen. Früher, als Kind, fiel mir das gar nicht schwer, so die Zeit zu überbrücken. Heute kribbelt es im Bauch und mir wird schlecht. Gleich, gleich bin ich ja dran. Gleich rufen sie meinen Namen auf…

Warten, immer nur warten. Ok, es ist Februar, und im Februar hab ich meistens den Februar-Blues, warum sollte das in Kanada anders sein? Der kanadische Himmel ist zwar nicht so grau wie die neblige Wolkenwand in Hamburg, die die Sonne davon abhielt, zu uns durchzudringen. Nee, Sonne gibt es hier in unserem Einwanderungsland Kanada schon. Ab und an auch ein wenig Schnee, heute ist mal wieder Snow Day, nur leider ohne Schnee. Mal wieder.

Das Spinnennetz

Aber Pustekuchen! Und nachdem ich nun schon Spinnweben an meiner Zimmerdecke entdecke – Überbleibsel vom Altweibersommer oder Vorboten des Frühlings? – und diese natürlich nicht entfernen kann, da ich ja warte, komme ich ins Grübeln über meinen Stillstand. Nach Jahren des Lebens in der schönsten, aber auch hektischen Großstadt der Welt, geschäftigem Treiben und stets einem Klausurenstapel auf dem Schreibtisch, der mir vorwurfsvolle Blicke zuwarf – oh wie meine Schüler wohl gewartet haben! – hätte ich nun alle Zeit der Welt, meinen Hobbies nachzugehen. (Ja, ich weiß, Ihr seid jetzt ganz neidisch.)

Derer habe ich tatsächlich einige, so nähe ich gern, stricke und häkle, lese und ja, ich schreibe (gern auch über unsere sonstigen Aktivitäten, wenn man nicht warten muss). In Hamburg hatte ich sogar angefangen, mir selbst Klavier spielen beizubringen. Außerdem hab ich zwei allerknuffigste Kinder, mit denen ich spielen könnte oder ihnen beim Französischlernen weiter helfen könnte. Aber so ganz bei der Sache bin ich nicht. Denn ich warte.

Contact hours vs. credit hours

Nachts liege ich wach und warte, dass es morgen wird und ich vielleicht endlich angerufen werde. Einmal war es sogar schon soweit. Mein Name wurde aufgeschrieben, in einem Brief. In diesem stand, dass sich das Warten nicht gelohnt habe, denn leider bestand mein Studium ja nur aus soundsovielen contact hours. Bitte was?

Contact hours werden die Stunden genannt, die man als Student tatsächlich in einer Vorlesung oder in einem Seminar saß und sind nicht zu verwechseln mit den credit hours. Genau dies ist aber passiert – die contact hours wurden fälschlicherweise auch noch als credit hours gewertet. Und somit, so teilte man mir freudestrahlend mit, kann mir mitnichten überhaupt ein Studiumspunkt angerechnet werden. Herzlichen Glückwunsch, Sie haben ein Bounty-Diplom. Und das zweijährige, mühsame Referendariat mit Examensarbeit, Lehrproben, mündlichen Prüfungen, ja, das kann als Praktikum gezählt werden. Ein schönes Wochenende noch!

Warten bevor man sich in gefährliche Strömungen begibt – Anerkennung des Studiums im Ausland

ICH BIN ENTSPANNT!

Nach dem langen Warten funktioniert plötzlich mein Matheverständnis und ich finde den Fehler (das liegt mir im Blut) und gemeinsam mit meiner geliebten Heimatuniversität werden liebevoll all die contact hours meines Studiums sorgsam zusammen gerechnet. Meine Übersetzerin legt den Turbogang ein und übersetzt die Rechnung, zertifiziert die Übersetzung und schickt sie zur Heimatuniversität. Diese steckt die zertifizierte Übersetzung und das Original in einen Umschlag, versiegelt ihn ordnungsgemäß und schickt ihn an die Zertifizierungsstelle in Kanada.

Der Witz ist, dass wir genau dies alles schon gemacht hatten bevor wir nach Kanada eingewandert sind und mir mein Studium 1:1 anerkannt wurde. Anders hätten wir gar nicht als permanent residents einwandern können. Aber, so erklärt man mir seitens der Zertifizierungsstelle in Nova Scotia, diese Anerkennung gelte eben nicht in jeder Provinz. Fröhlich trötet mir die Sachbearbeiterin ins Ohr, dass man in Kanada die Einwanderer zwar aufgrund ihrer Qualifizierung ins Land einwandern ließe, sie dann aber eben nicht in genau diesem Beruf, der ja auch noch gesucht sein muss (NOC), arbeiten ließe. Have a great day!

Rosaroter Februar

Dass nicht alles rosig sein würde, auch nicht im geliebten Kanada, das war mir ja bewusst. Auch, dass hier alles langsamer läuft als anderswo. Ich begrüße die Ruhe und das „slow down“, versteht mich nicht falsch. Vielleicht ist es die Warterei mitten im Februar-Blues, die mir vor Augen führt, dass auch das hoch gelobte Einwanderungssystem Kanadas vielleicht nicht in der Bevölkerung oder zumindest bei allen Behörden ankommt. Nova Scotia hat einen erheblichen Ärztemangel, und dennoch fahren in Halifax top ausgebildete Ärzte Taxi oder ziehen entnervt in andere Provinzen, wo ihr Studium anders anerkannt wird. Lehrer aus anderen Provinzen Kanadas (!) bekommen ihre Lehrzertifikate in Nova Scotia oft nicht anerkannt und müssen dann zeit- und kostenintensiv nach studieren.

Wie auch immer. Die Warterei im Februarblues freut die unsichtbare Spinne im Haus, die aufgrund meiner Wartelähmung ein eindrucksvolles Netz von der einen Gardinenstange zur anderen weben kann. Warte nur, kleines Spinnchen, auch der Februar ist mal vorbei.

Und Ihr so? Wie geht es Euch im Februar? Karneval, Valentinstag?

Winter-Ferien in Kanada

Winter-Ferien in Kanada

Unsere ersten Winterferien in Kanada: Schnee, Eiszapfen, warmes Kaminfeuer, Santa Claus und ein ruhiges Silvesterfest – so haben wir uns das vorgestellt. Fast alles davon ist auch genauso eingetroffen, nicht immer dann, wann wir uns Winter gewünscht hatten war auch Schnee da, aber im Großen und Ganzen können wir nicht jammern.

Reaching the summit, Green Bay, Kanada

Silvester in Kanada

Unser Weihnachtsfest war sehr entspannt dieses Jahr, und Silvester in Kanada war sehr ruhig. Ja, richtig still! Keine Geknalle, keine Böller, kein Feuerwerk. Das war für uns eine willkommene Abwechslung, da das auch nicht so unbedingt unsere Welt ist. Stattdessen haben wir den Fernseher angemacht, und die Christmas Retro Hits aufgedreht. Nun wurde getanzt und gelacht! Leider hatten wir vorher Raclette geschmaust, und mit Käse im Bauch tanzt es sich doch etwas weniger leichtfüßig… Kurz nach 12 fielen wir alle selig ins Bett. In Ermangelung der traditionellen „Berliner“ gab es die kleinen „Timbits“ mit Himbeerfüllung und Schokolade. Auch lecker.

Neujahrsspaziergang im winterlichen Kanada

Nach diesem ruhigen Silvester in Kanada waren wir im nächsten Jahr (haha) topfit und konnten unser Winter-Wellness-Programm beginnen. Neben den fantastischen Aktivitäten für Kinder in Lunenburg, die wir bereits vorgestellt haben gibt es natürlich noch viele andere Möglichkeiten, sich zu erholen. Wir entschieden uns für einen Strandbesuch in der Wintersonne zwecks Vitamin D-Gewinnung, Lungendurchpusten und Kopffreikriegen. Für Nova Scotia sollte man ein ärztliches Rezept bekommen, da wir seit unserer Auswanderung viel freier durchatmen können. Die Luft tut unseren Großstadtlungen sehr gut, und der niedrige Stresslevel wirkt sich langsam positiv auf unser seelisches und körperliches Wohlbefinden aus. Die Kinder toben auch bei Minusgraden auf den blauen Felsen an dem berühmten Risser’s Beach und dem Green Bay Beach bei Petite Rivière (genau, dort war auch der festliche Weihnachtsmarkt!). Wie schön, so dicht am Meer wohnen zu können!

Toben auf den Felsen, Green Bay Beach
Winterliche Sonne, Risser’s Beach

Wie habt Ihr Euer Silvester verlebt? Haben die Kids durchgehalten? Habt Ihr Euch ein Feuerwerk angeguckt?

Wie auch immer Ihr reingerutscht seid, wir wünschen Euch ein wunderbares und vor allem gesundes Jahr 2019! Vielleicht auf bald in Kanada?!?

Weihnachtstress: Slow down!

Weihnachtstress: Slow down!

Mach doch mal langsam! Leichter gesagt, als getan! Wir wollen doch noch so viel erledigen vor Weihnachten!! Schnell, ja schnell! den Tannenbaum kaufen, aufstellen (ohne dass er nachts wieder umkippt, ne?), schmücken – oh mannomann wo sind eigentlich die Christbaumkugeln? Plätzchen backen, mit den Kollegen auf den Weihnachtsmarkt und schnell noch nebenbei die Versicherung ändern, denn das geht nur noch bis zum 31.12.!!! Das Geschenk für die Lehrerin (Spaß), den Hausmeister, die Nachbarin muss auch noch gekauft werden, aber selbstgemacht ist doch viel schöner… Schnell schnell eine Nachtschicht, und morgen fix zur Post, damit alles noch rechtzeitig ankommt … Ein Gehetze, ein Gedränge, und der Magen knurrt und murrt, weil der ganze Stress und die Weihnachtsleckereien auf die Gedärme drücken.

Kinder und Schule in der Weihnachtszeit

Zugegeben, ich bin grad auch nicht besser! Zwei Weihnachtskonzerte in einer Woche, heulige Kinder statt heilige Nacht, und dann kommt noch die Liste mit den Motto-Tagen aus der Schule. In der letzten Schulwoche vor Weihnachten passiert wohl nicht mehr so viel in Kanada, sagt man mir. In Deutschland haben wir natürlich bis zur letzten Minute brav qualitativ hochwertigen Unterricht gemacht (wir haben schließlich keine Zeit!), und wenn Kinder am letzten Schultag vor den Ferien fehlen, dann ruft schon mal der Direx zuhause an. Hier fahren manche Familien quer durch Kanada, um mit der Familie in Alberta oder Manitoba Weihnachten zu feiern. Dafür hat hier jeder Verständnis. Manche fahren vielleicht auch nach Florida, um zu entspannen. Auch gut. Wir werden daran erinnert, die Kinder bitte rechtzeitig abzumelden, falls sie nun nicht mehr kommen. Wollen sie aber gern, denn jetzt kommt ja der Weihnachtsspaß! Der Busfahrer überbringt uns die frohe Botschaft, dass wir morgens 10 Minuten länger schlafen können, weil er einen Teil der Route nicht mehr anfahren muss. Hurra! Die Klassen werden immer kleiner, und die Kinder bringen eine Motto-Liste mit. Nächste Woche ist jeden Tag ein anderes Motto, um sich zu verkleiden. Am Montag dürfen alle im Pyjama kommen, am Dienstag ist „Ugly Christmas Sweater“-Tag, usw und so fort. What? Wir haben keine flauschig-coolen Pyjamas, und wo gibt es die Ugly Christmas Sweater?

ugly Christmas pyjama
Skiing Reindeer pyjama

Weihnachtsvorbereitung in Kanada 

Mein (Weihnachts-)Mann wird in die nächste Mall gezerrt, die ausnahmsweise mal so richtig voll ist (also nicht so wie an einem normalen Wochentag in Hamburg, aber fast) und dann wird geshoppt. Der (Weihnachts-)Mann jammert ein bißchen, als der Stapel Weihnachtsklamotten auf seinem Arm immer höher wird, aber sein Gewimmer geht im allgemeinen Gemurmel und der Weihnachtsdudelei unter. Am Ende besitzen wir nun alle Weihnachtspyjamas aus Flannel, Ugly Christmas Sweaters, und die Kinder haben für den Motto-Mittwoch an der Schule jeweils eine Weihnachtsmann-Mütze bekommen. Puh, das ging ja gerade nochmal gut. Die Party kann steigen. 

Have yourself an Ugly Christmas Sweater

Der (Weihnachts-)Mann hat nun Hunger, so höre ich es dumpf aus dem Klamottenstapel. Apropos, wir haben noch keinen Truthahn!! Schnell schnell zur Farm und einen Truthahn (free range, versteht sich) kaufen. Bevor es vielleicht keinen mehr gibt! Da wir immer noch keinen Tannenbaum gekauft haben – Kinder und Mann haben letztes Wochenende gestreikt und wollten unbedingt gemütlich zuhause bleiben und Tannenbaumanhänger anmalen, ts – träume ich nachts davon, dass wir am 24.12. endlich losgehen und nur noch der kreischig pinke Tannenbaum von Crabby-T zu kaufen ist… Schweißgebadet wache ich auf. Schnell schnell, weiter gehts…

Kommt Weihnachtszeit, kommt Rat

Pünktlich zur Weihnachtszeit kommen sie wieder, die Ratgeber. Denn nach Weihnachten kommt die Reue, viel zu dick sind wir, und viel zu faul. „Wie Du Dein Leben auf die Reihe kriegst, in nur 14 Tagen!“, lauten die Buchtitel. Oder: „Endlich den Weihnachtsspeck loswerden!“. Früher hat man sich Weihnachten den Bauch vollgeschlagen, um den richtig kalten Winter im Januar und Februar zu überleben. Heute müssen wir schnell schnell wieder zurück zur Bikinifigur, in nur 5 Tagen. Darf ich Dir einen Rat geben? Lot mi to Freden! (Lass mich in Frieden!)

Gute Vorsätze Ratgeber Stress slow down
Eisblumen im Sonnenaufgang

Langsam für ein Leben lang

Wir leben in unserem Traumland Kanada, das gerade jetzt wieder wie die Kulisse eines Wintermärchens wirkt. Schnell schnell gibt es hier eigentlich gar nix, und genau das wirkte bislang wie ein Segen auf uns alle. Irgendwie hat es mich dann aber doch wieder gepackt, die Eile, das schlechte Gewissen, das schnell schnell. Vor Wochen hab ich mich um eine Lehrerlaubnis für die Tätigkeit einer Vertretungslehrerin bemüht, die deutschen Behörden waren superschnell und hilfsbereit. Die Übersetzer der Dokumente waren schnell (und sehr teuer). Die kanadischen Behörden sind sehr freundlich, und so wurde mir gestern am Telefon fröhlich mitgeteilt, dass meine Unterlagen in den letzten sechs Wochen noch nicht einmal angeguckt werden konnten. Wie bitte? Vor Weihnachten passiert jetzt erstmal nix mehr. Ob ich wohl noch Kurse machen muss, um das Zertifikat zu erhalten? Das werde ich wohl erst 2019 erfahren, irgendwann. Denn da ist es plötzlich wieder, das SLOW DOWN. Abrupt hält für uns das Weihnachtskarussel an, alles dreht sich nun in meinem Kopf. Ich merke, dass ich nur schwer von dem schnell schnell weg komme. Mir wird flau in der Magengrube, und am liebsten möchte ich schreien. Jemand sagt mir, dass diese Dinge eben Zeit brauchen, aber dann gelten sie ein Leben lang. Ein Leben lang. Puh, durchatmen, Weihnachtsmütze aufsetzen und mit dem (Weihnachts-)Mann im Ugly Christmas Sweater kuscheln. Und das gern ein Leben lang.

Wir wünschen Euch einen fröhlichen 3. Advent! Wie erlebt Ihr die Vorweihnachtszeit? Seid Ihr am Hetzen oder geht Ihr es ruhig an? Habt Ihr Ideen für einen Ratgeber, der unbedingt geschrieben werden sollte? 

Am Lagerfeuer: Winter is coming!

Am Lagerfeuer: Winter is coming!

Indian Summer in Nova Scotia

Ja, so geht die Zeit dahin und unsere website will offenbar auch das Zeitliche segnen. Liebe Freunde und Besucher, leider sehen wir, dass einige Kommentare nicht genehmigt wurden und auch wir manches nicht kommentieren konnten. Wieso? Weshalb? Warum? Darauf gibt es nicht mal eine dumme Antwort. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass wir ein paar unserer Artikel auch auf Englisch verfasst haben. (Drücke auf EN im Startmenü) Es tut uns jedenfalls sehr Leid!

Wie Ihr seht haben sich die Bäume ihrer bunten Blätter fast entledigt, es wird Winter. Tatsächlich kann ein einziger kleiner Sturm alle verbliebenen Souvenirs an den Sommer wegpusten. Und was war das für ein Sommer! War es nicht wie ein Traum, diese lange Hitze? In Deutschland haben wir ja aufgrund der Auswanderung nicht soooo viel davon mitbekommen (nur innerlich geflucht, dass jetzt ein langwöchiger Urlaub an der Nordseeküste genau das richtige gewesen wäre). Aber auch hier in Nova Scotia war der Sommer trocken und schön, nur dass manche Brunnen trocken liefen. Zum Glück gibt es den Watermarket!!! Wir hatten nur noch orangefarbenes Wasser, was zumindest meine blonden Haare komisch färbte. Zum Glück hat mir eine liebe Kollegin eine hervorragende Friseurin empfohlen, die mir ein paar sehr gute Tipps gegeben hat ( und noch dazu einen tollen Haarschnitt!).

Im Nachhinein erscheint uns der Sommer wie im Flug vergangen zu sein, obwohl das natürlich gerade in Deutschland nicht stimmt. Is klar, dass der Sommer, wo wir auswandern und Kisten packen müssen, der heißeste seit Jahren sein musste! War auch schon 2003 so, als ich meine Examensarbeit schrieb. Gewöhnt Euch nicht an solche Sommer, wir haben in nächster Zeit nichts dergleichen vor! Hehe.Stattdessen können wir feststellen, dass sich unsere Kinder unglaublich wohl fühlen auf ihrer französischsprachigen Schule. Sie fahren ganz selbst verständlich mit dem Bus. Unsere Kinder haben keine Hausaufgaben und gehen morgens ohne großes Gemurre los. Das macht uns extrem glücklich. Beide verinnerlichen immer stärker das Französische, so bringt sich unser Kleiner, eher schüchterner Junge, laut seiner Klassenlehrerin immer mehr ein und zuhause hat er schon einen leichten französischen Akzent im Deutschen.

Unser Großer hat in Rekordzeit Lesen gelernt und hat auch dank seines Lehrers, der sich sehr um ihn bemüht, die französischen Lautregeln verinnerlicht. Letztens hat er mir ganz unvermittelt aus einem Batman-Buch für Leseanfänger (die Bibliothek der Schule ist ein unglaublich toller Fundus!) vorgelesen und dabei erklärt, dass die Endung -eau, z. B. in „bateau“ wie „o“ ausgesprochen wird. Danach hatte er noch voll Bock, seinen Kumpels in Deutschland davon zu erzählen und so erhielten einige Freunde eine Gratis-Lektion in „Französisch für Anfänger“. Großartig!

Lesen lernen en français

Uns gefällt es sehr gut, in Lunenburg County zu wohnen. Wir haben nette Nachbarn und großartige Schulen, und hier wird auch richtig gefeiert! Halloween war eine tolle Möglichkeit, noch mehr Nachbarn kennen zu lernen (wir müssen nie wieder Süßigkeiten kaufen, nie wieder!) und Weihnachten wird hier auch so richtig schön gefeiert, mit Weihnachtsmärkten und allem pi pa po. Ein Besuch lohnt sich also auch im Winter, liebe Freunde! Guckt mal bei https://rvlighthouse.ca vorbei, dort haben wir einige Tipps für die Adventszeit zusammengetragen. Kiek mol wedder in!

Achtung, Achtung: RV Lighthouse

Achtung, Achtung: RV Lighthouse

Liebe Virtual Language Lighthouse Freunde,

manche haben schon bemerkt, dass unser Leuchtturm Räder bekommen hat und nun flott in Nova Scotia, Kanada, als RV Lighthouse unterwegs ist. Sowas!

Guckt doch mal vorbei: Die neue Webseite ist online! https://www.rvlighthouse.ca

Indian Summer in Nova Scotia

Wir finden, dass sich mittlerweile einiges an Beiträgen auf unserer Webseite tummelt, aber für die Wohnwagen-/Reisefans ist es doch etwas unübersichtlich geworden, unsere Reisetipps zu finden. Außerdem haben wir noch eine tolle Reise durch eine andere kanadische Provinz in der Schreibfeder, über die wir berichten möchten. Welche Provinz haben wir noch besucht, außer Nova Scotia – wer weiß es? (Sorry, ich bin Lehrerin auf Unterrichtsentzug!)

Rissers Beach Provincial Park

Da wir weitere Reisen mit RV/Trailer konkret planen und Euch daran teilhaben lassen möchten – wenn Ihr Lust habt – finden wir, dass die Zeit für eine eigene Wohnmobiltour-Seite gekommen ist. Yeah!! Wir hoffen, dass so jede/r auf seine Kosten kommt! In den nächsten Wochen werden wir also mal richtig aufräumen auf dieser Seite. Ein Kuddelmuddel is das hier, meine Güte!

Hier im Virtual Language Lighthouse berichten wir nach wie vor von unserer Auswanderung nach Kanada (möglicherweise bald AUCH auf Englisch, da wir viele internationale Anfragen bekommen) und unserem Leben hier in Nova Scotia. Manchmal wird dieses eben auch im Wohnmobil oder Wohnwagen stattfinden. (Spätestens Ende Mai endet unser Winterrental in Lunenburg…!)

Nun wisst Ihr Bescheid, liebe Lighthouse-Freunde, und wir hoffen, dass wir Euch weiterhin auf unseren Seiten mit unseren Beiträgen erfreuen dürfen. Vielen Dank an alle lieben LeserInnen, die uns auch in der internetarmen Zeit zu Beginn in Kanada die Treue gehalten haben! Wir freuen uns riesig über Eure Kommentare, es ist so schön für uns, mit Euch in den Kontakt zu treten. Danke!! Thank you! Merci!

LaHave River in Fall

Mein Mann studiert gerade wieder Wohnmobil- und Wohnwagenangebote während ich hier schreibe.

Was findet Ihr denn eigentlich besser: Wohnwagen oder Wohnmobil?

Umzug nach Kanada

Der große Tag29. Juli 2018
Goodbye Hamburg!
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